
Am 9. September darf Jo Henning, einer der größten Boxfunktionäre des Bayerischen Amateur-Box-Verbandes, seinen achtzigsten Geburtstag feiern.
Jo Henning, der als Chef des BABV über 20 Jahre verantwortlich zeichnete, stand selbst in seiner Jugendzeit als aktiver Boxer im Ring. Er bestritt äußerst erfolgreich über 100 Kämpfe, ehe er sein immenses boxsportliches Wissen in den Dienst des Verbandes stellte. Zunächst als Jugendwart des Bezirks Oberbayern tätig, übernahm er 1975 das Amt des Kampfrichterobmanns und fungierte gleichzeitig als Vizepräsident des BABV. 1983 wurde er in den Hauptausschuss des Deutschen Amateur-Box-Verbandes berufen und vertrat dort vehement den Landesverband Bayern. Er scheute sich auch im Gremium des DBV nicht, seine Meinung bestimmt aber korrekt vorzutragen und hat sich damit für den bayerischen Boxsport größte Verdienste erworben. Der gebürtige Berliner, der sprachlich seine Herkunft auch nach über 60-jähriger Anwesenheit in Bayern bis heute nicht verleugnen kann, wusste in all den Jahren seiner Funktionärstätigkeit durch seine sportliche Kompetenz immer zu überzeugen.
1983 wählten ihn die Delegierten des BABV zum Präsidenten der bayerischen Boxer. Diese Tätigkeit füllte er mit besten Entscheidungen zum Wohle des BABV aus. Nach 22 Jahren an der Spitze war für ihn der Zeitpunkt gekommen, dieses wichtige Amt - auch aus gesundheitlichen Gründen - an einen Jüngeren abzugeben. In der Sitzung des BABV-Verbandstages 2005 gab er seinen Rücktritt bekannt.
Seine großartige sportliche und menschliche Art wurde wiederholt honoriert. So erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Goldene Ehrennadeln, unter anderem vom BLSV, BABV und DBV, zieren noch heute das Arbeitszimmer in seiner Heimatstadt Dachau.
Der BABV gratuliert einem bemerkenswerten Sportfreund zu seinem achtzigsten Geburtstag, wünscht ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute und noch viele glückliche Jahre im Kreise seiner Familie und seiner Sportkameraden.




