
Nach außen hin wirkt er ausgesprochen ruhig, im Boxtraining und am Boxring allerdings vermag er seine italienische Abstammung kaum zu verbergen. Gemeint ist Fernando Marzano, geboren 1939 in Lecce/Italien und seit über 60 Jahren dem Boxsport treu verbunden. Am 20. Oktober konnte Fernando bei völliger Gesundheit seinen fünfundsiebzigsten Geburtstag feiern.
Zum Boxen kam er 1951 als Schüler. In der Männerklasse überzeugte er derart, dass er dreimal in die italienischen Nationalstaffel berufen wurde. Nach kurzen Aufenthalten in Frankreich und Belgien zog es ihn 1958 nach Deutschland, wo er sich dem BC Singen anschloss und für diesen Verein mehrere Kämpfe bestritt.
Irgendwie hatte er ds Blut eines Wandervogels in sich und wechselte schon nach nicht ganz zwei Jahren nach Nürnberg zum dortigen ESV West. In dieser Zeit wurde er mehrmals in die bayerische Auswahl nominiert.
1972 beendete er seine erfolgreiche aktive Laufbahn mit einem Kampfrekord von 183 Kämpfen bei 163 Siegen und nur 11 Niederlagen. Im gleichen Jahr erwarb er die allgemeine Übungsleiterlizenz und trainierte die Boxstaffel von ESV West. Den Übungsleiterschein holte er sich 1982 unter dem damaligen BABV-Sportwart Karl Kern beim Lehrgang in der Sportschule Grünwald.
Drei Jahre später wurde er zum hauptamtlichen Trainer des BC 1.FC Nürnberg bestimmt. Seit 2002 betreut er zudem die Mannschaft von K1Fight Nürnberg.
Seinen Bezug zum Boxsport unterstreicht seine letzte Aussage: ´Solange ich gesund bin setze ich mich für die Jugend, Integration, Lebensmotivation und fairen Sport ein`. Eine wahrlich lobenswerte Einstellung.
Der BABV gratuliert nachträglich seinem Sportfreund Marzano und hofft auf noch viele Jahre guter Zusammenarbeit.




