Bericht zu den BM 2015

Vor Beginn der Endkämpfe bedankte sich BABV-Präsident Heinz-Günter Deuster in seiner Begrüßungsansprache auch bei Werner Köstler (Marktredwitz) und Gerhard Heubusch (Eichstätt) für die hervorragende Ausrichtung und Organisation der Meisterschaften mit einem kleinen Präsent.

Nicht ganz auf dem hohen Niveau des letzten Jahres bewegten sich dann die Finalkämpfe der Bayerischen Meisterschaft 2015 in Eichstätt in der Männerklasse. Das lag mit Sicherheit auch daran, dass einige Titelverteidiger an den kurz zuvor stattgefundenen Deutschen Meisterschaft der U21 teilnehmen mussten und weitere starke Spitzenboxer im Vorfeld wegen Verletzung ausfielen und deshalb nicht an den Ausscheidungskämpfen teilnehmen konnten.

Um so mehr überzeugten die Finalistinnen im Fliegen- bis Halbweltergewicht. Die Kaufbeurer Zwillinge Regina und Kristina Slobodjanikow verdienten sich in ihren jeweiligen Endkämpfen Bestnoten und bewiesen erneut ihre Zugehörigkeit zur absoluten deutschen Spitze, wobei beide Athletinnen gegen Dragana Pozderovic und Jaqueline Hatcher allerdings erst erheblichen Widerstand brechen mussen, um die Titel einzufahren.

Diana Loichinger von Boxfit Regensburg musste ihre technischen Fähigkeiten voll auspacken, um Esther Wucher aus Fürstenfeldbruck letztendlich doch noch klar zu besiegen. Die glänzende Vorstellung der Regensburgerin honorierte das OS mit der Verleihung des Pokals für die beste Technikerin.

Für die Überraschung schlechthin sorgte bei den Frauen im Leichtgewicht die junge Wiebke Gerdey (Faust2Kampf München), die in einem beherzten Kampf gegen die haushohe Favoritin Annemarie Retzer (ASC Nürnberg) einen deutlichen Punktsieg erzielte.

Im Weltergewicht heißt die neue Bayerische Meisterin Anna Mayer (Boxfit Regensburg), nachdem sich ihre Gegnerin, Christine Stürmer vom BC Eichstätt, wegen Erkrankung kurzfristig abgemeldet hatte,

Vor seinem Kampf im Bantamgewicht wurde Sharafa Raman von BABV-Präsident Heinz-Günter Deuster für seinen sensationellen Erfolg beim Chemiepokal in Halle mit der BABV-Ehrennadel in Gold geehrt. Sein Können konnte der Eichstätter im Finale jedoch nur kurz gegen Edris Bessmel dem Publikum präsentieren. Raman zeigte sich seinem Gegner aus München derart überlegen, dass Ringrichter Alexander Darbisch völlig zu Recht den Kampf bereits nach 2 Minuten abbrach.

Auf schnellen Beinen und technischen Finessen bremste Johannes Wolf von 1860 München den fortwährend attackierenden Ozan Karadogan klassisch aus und nahm damit dem Nürnberger jede Chance auf einen Wirkungstreffer. Der Technikerpokal ging verdient an den Münchner.

Kämpfe auf Augenhöhe lieferten sich im Halbwelter Alexander Bochtis (Markredwitz-Dörflas) gegen Golpira Kian (1860 München) und im Welter David Eckert (BR TSV Stein) und Mammedov Namig (WVV Würzburg). Die Kampfrichterentscheidungen zu Gunsten von Bochtis und Eckert waren aber jederzeit vertretbar.

Gegen den klug boxenden Marten Arsumanjan vom BR TSV Stein gelang es Emre Cukur (1880 München) zu selten, seine Schlagkraft voll zu entfalten. In einer vorzüglichen Schlussrunde sicherte sich der Steiner einen klaren Punktsieg.

Keine Begeisterungsstürme lösten die Begegnung im Halbschwergewicht zwischen Sascha Arsumanjan und Alexander Rigas aus. Beide Kämpfer, die in den Halbfinals noch gutes Boxen gezeigt hatten, beschränkten sich zunehmend auf Klammern und Halten und unterbanden damit gegenseitig die Möglichkeit zu klaren Treffern. Der etwas aktivere Arsumanjan holte sich zum Schluss den Bayerntitel ab.

Während sich im Schwergewicht der Pockinger Roman Gorst über einen glücklichen Punktsieg gegen Vasyl Hajsiuk (Marktredwitz) freuen konnte, musste Jürgen Heidel (WVV Würzburg) in seinem achten Fight gegen den schlagstarken Sven Angles (Marktredwitz) bereits in der 1. Runde Lehrgeld zahlen, als er nach einer harten Rechten auf die Bretter ging und vom Ringrichter aus dem Kampf genommen wurde.

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