Hallo liebe Sportfreunde,
hier der Bericht von der Deutsche Meisterschaft U22 vom 10.10. bis 14.10.2023.
Teamleiter: BABV-Landessportwart Alfred Hörauf
Trainer: Leitender Verbandstrainer Kai Melder
Landestrainer Peter Stettinger
Viktor Richmeier
Kampfrichter: National Paul Rossa
Zusammenfassung der Ergebnisse unserer Athleten*innen:
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KG |
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Name |
1/8 |
¼ |
½ |
Finale |
Medaille |
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50,0 |
w |
Jessica Vollmann |
RSC 3.R |
5:0 |
Gold |
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63,0 |
w |
Ayssa Lopez |
0:5 |
0:5 |
- |
Bronze |
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57,0 |
m |
Jan Richmeier |
5:0 |
WO |
1:4 |
Silber |
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63,5 |
m |
Kirill Burbach |
Freilos |
3:2 |
0:5 |
- |
Bronze |
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67,0 |
m |
Halil Sirtkaya |
Freilos |
0:5 |
- |
- |
- |
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71,0 |
m |
Randy Botikali |
5:0 |
2:3 |
- |
- |
- |
|
75,0 |
m |
Benedikt Jordan |
Freilos |
RSC 2.R |
- |
- |
- |
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80,0 |
m |
Leon Mataj |
Freilos |
4:1 |
1:4 |
- |
Bronze |
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86,0 |
m |
Silab Norri |
Freilos |
5:0 |
3:2 |
Gold |
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92,0 |
m |
Mende Böhm |
2:3 |
- |
- |
- |
Allgemeine Auswertung:
- Die Anreise erfolgte laut Plan mit zwei Bussen am Dienstag um 9:00 Uhr vom Hotel Brandenburger Hof in Weißenburg, wo wir drei Tage die UWV für die deutsche Meisterschaft durchgeführt haben. Die Fahrt nach Saarbrücken verlief reibungslos und ohne große Zeitverzögerung. Ankunft in der Jugendherberge war gegen 14:30 Uhr, hier wurden die Zimmer aufgeteilt, direkt danach erfolgte eine Trainingseinheit. Anschließend fuhren wir zum Austragungsort im „Hermann Neuberger Sport-Campus“ und führten die Akkreditierung durch. Nach der Auslosung ging es zum gemeinsamen Abendessen in die Saarbrückener Innenstadt.
- Das Gewichtslimit der Boxer*innen wurde von den Trainern täglich geprüft.
- Im Trainerteam herrschte eine respektvolle Zusammenarbeit und alle Entscheidungen wurden im Trainer-Team besprochen. Nach den Kämpfen wurden die Leistungen unserer Athleten und die der kommenden Gegner*in analysiert und unsere Boxer*innen auf den nächsten Kampf eingestellt.
- Unsere Athleten sind respektvoll und teamfähig miteinander umgegangen und haben sich bei den Wettkämpfen gegenseitig angefeuert und unterstützt.
- Erfreulich ist, dass unserer Athleten topfit waren und dieses im Ring auch weitgehend umsetzen konnten.
- Am letzten Wettkampftag wurde die Rückfahrt mit dem leitenden Verbandstrainer organisiert. Nach Absprache mit dem Landessportwart haben sich vier der Athleten vor Ort verabschiedet und sind mit einem Erziehungsberechtigten selbstständig nach Hause gefahren.
- Die verbleibenden Athleten wurden so auf die beiden Busse aufgeteilt, dass die Heimfahrt so optimal wie möglich gestalten werden konnte. Daher trennte sich die Mannschaft in Saarbrücken.
Sportliche Auswertung der Athleten*innen
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KG |
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Name |
1/8 |
¼ |
½ |
Finale |
Medaille |
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50,0 |
w |
Jessica Vollmann |
- |
- |
RSC-S 3.R |
5:0 |
Gold |
Gegnerin Halbfinale: Nesrin Yusufoglu, NS
Jessica startete fulminant in die erste Runde und landete gleich einige gute Treffer. Ihre Gegnerin stellte jedoch zügig um, boxte aus der aktiven Verteidigung und konnte so Jessicas Druck vorerst eliminieren. Jessica blieb beharrlich und setzte ab Runde 2 immer wieder mit einen zweiten Angriff nach, dem konnte Nesrin zunehmend weniger entgegensetzen. Immer wieder landete Jessica Wirkungstreffer, worauf der Kampf in der dritten Runde durch RSC beendet wurde.
Gegnerin Finale: Esmanur Ceylan, HE
Der Kampf begann verhalten, Jessica fand ab der Hälfte der ersten Runde in ihren Rhythmus und übernahm mit variabler Führhandarbeit den Kampf. Ab Runde 2 bestimmte sie über gute Beinarbeit und dem ständigen Wechsel von Gegenangriff und direkten Angriffen das Geschehen im Ring. Die aufkommende konditionelle Ermüdung ab der Hälfte der letzten Runde kompensierte sie mit Disziplin und Erfahrung und sicherte sich verdient den Sieg. Gratulation zum Titelgewinn der Deutschen Meisterschaft, Jessica, und viel Erfolg bei der anstehenden Europameisterschaft!
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KG |
|
Name |
1/8 |
¼ |
½ |
Finale |
Medaille |
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63,0 |
w |
Ayssa Lopez |
0:5 |
0:5 |
- |
Bronze |
Gegnerin Viertelfinale: Jenin Heck, NRW
Mit der amtierenden U22-Europameisterin wartete die erste Herausforderung auf Ayssa. Diese meisterte sie in der ersten Runde durch cleveres Manöverboxen aus der langen Distanz, daraufhin stellte die generische Ecke strategisch um. Jenin setze auf ihre stabile Physis, rückte kompakt ein und brachte vermehrt gerade Eins-Zwei-Verbindungen und Gegenangriffe mit Einzelschläge über die Außenbahn. Letztendlich entschied der Erfahrungs-vorsprung und die Kompromisslosigkeit der Boxerin aus NRW den Kampf. Ayssa hat sich diesem Gefecht gestellt und viel Erfahrung daraus gezogen.
Gegnerin Halbfinale: Carlotta Schünemann, NRW
Mit der aktuellen U19-Vizeweltmeisterin stand die nächste Bewährungsprobe für Ayssa im Ring. Sie startete beherzt, antizipierte Carlottas dynamischen Stil und setzte selbst immer wieder gute Akzente im Gegenangriff. Ab der zweiten Runde lieferten sich beide ein gutes Gefecht auf allen Distanzen, der Erfahrungsvorsprung der Boxerin aus NRW war aber sichtbar. Ayssa konnte diesem mit Cleverness und konditioneller Stärke Paroli bieten. Letztendlich endete das Gefecht zwar mit einem Sieg für Carlotta, sorgte bei den Zuschauern aber für Erstaunen über die guten boxerischen Fähigkeiten unserer bayerischen Athletin. Herzlichen Glückwunsch zur Bronze-Medaille und den gewonnenen Erfahrungen, Ayssa, diese Meisterschaft hat dich ein großes Stück vorangebracht!
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KG |
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Name |
1/8 |
¼ |
½ |
Finale |
Medaille |
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57,0 |
m |
Jan Richmeier |
5:0 |
WO-S |
1:4 |
Silber |
Gegner Viertelfinale: Mustafa Erakshi, SN
Jan startete erst am Donnerstag in die Meisterschaft. Ab der ersten Runde kontrollierte er seinen Gegner aus Sachsen über sein permanentes Pressing, der hohe Aktionsdichte in seiner Angriffsweiterführung und seine ständigen Positionswechsel. Somit nutzte er den Kampf um sein Timing sowie sein Distanz- und Raumgefühl zu justieren und sich über variable Schlagkombinationen und -serien konsequent ins Turnier zu boxen. Jan gewann ungefährdet und einstimmig.
Gegner Halbfinale: Egor Lukianchnko, SW
Der Boxer vom Landesverband Süd-West konnte verletzungsbedingt nicht antreten, Jan gewann den Kampf durch „Walk Over“.
Gegner Finale: Denis Bril, NRW
Erneut standen sich die beiden Dauerkonkurrenten auf nationaler Ebene im Finale einer deutschen Meisterschaft gegenüber. Jan startete gewohnt offensiv, versuchte Denis zu stellen und den gewinnbringenden zweiten und dritten Angriff zu platzieren. Denis agierte clever aus der langen Distanz, über aktive Verteidigung und akzentuierte Einzelaktionen und konnte diese enge Runde knapp für sich entscheiden. Die zweite Runde glich in ihrer Dynamik und den individuellen Aktivitäten der ersten. Zu Beginn der dritten Minute hatte Jan einen kurzen Moment der Konzentrationsschwäche, den Denis ausnutze, vier stabile Einzelaktionen setzte und Jan damit aus dem Konzept brachte. Die Runde ging damit einstimmig an den Boxer aus NRW. In Runde 3 legte Jan noch eine Schippe drauf, es gelang ihm aber nicht, sich entscheiden durchzusetzen. Erfolgreiche Aktionen wurden von Denis immer unmittelbar durch Gegenangriffe eliminiert, zudem nutze er den gesamten Ring für seine Defensiv-manöver. Somit ging der Finalsieg an den Athleten des Landesverbands NRW. Bei einem so hochkarätigen Gefecht auf Augenhöhe entscheidet oft die Tagesform. Gratulation an Jan zur Silber-Medaille und seiner tollen Weiterentwicklung als Boxer in der Männerklasse!
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KG |
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Name |
1/8 |
¼ |
½ |
Finale |
Medaille |
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63,5 |
m |
Kirill Burbach |
Freilos |
3:2 |
0:5 |
- |
Bronze |
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Gegner Viertelfinale: Maksym Shchukin, BW
Aufgrund eines Freiloses startete Kirill erst am Donnerstag ins Turnier. Mit dem Athleten aus Baden-Württemberg stand ein bekanntes Gesicht im Ring, Kirill hat bei einem Ländervergleichskampf Anfang September gegen ihn erfolgreich geboxt. Maksym begann sehr dominant, Kirill kontrollierte ihn durch geschicktes Defensivverhalten und setzte ab Mitte der ersten Runde erfolgreiche Gegenangriffe. In der zweiten Runde übernahm er dann den Kampf über präzise Distanzkontrolle und akzentuierte Angriffe. Runde 3 verlief ähnlich, und obwohl der Boxer aus BW den Druck erhöhte, beherrschte Kirill über die gesamte Dauer den Kampf. Unser Boxer gewann kontrolliert jede Runde, zwei davon mit 4:1, somit war der Kampf eindeutiger als es die Punktewertung widerspiegelt.
Gegner Halbfinale: Ivan Ahopov, SW
Im Halbfinale wartete eine große Aufgabe auf Kirill. Der Boxer vom Landesverband Süd-West war Schüler einer renommierten Box-Akademie in Charkiw/Ukraine. Strategisch-taktisch war Kirill auf konstanten Druck über bestimmende Führhandarbeit zur Distanzverkürzung eingestellt, um seinem Gegner einzuengen und damit erfolgreiche Angriffe setzen zu können. In der ersten Runde konnte er das noch gut umsetzen, mit fort-schreitender Wettkampfdauer antizipierte Ivan aber Kirills Aktionen zunehmend besser und konnte seine technisch-taktischen Mittel mehr und mehr entfalten. Kirill kämpfte beherzt, dennoch gewann der Boxer aus SW. Gratulation an Kirill zu diesem Kampf auf internationalem Niveau und den Gewinn der Bronze-Medaille.
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KG |
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Name |
1/8 |
¼ |
½ |
Finale |
Medaille |
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67,0 |
m |
Halil Sirtkaya |
Freilos |
0:5 |
- |
- |
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Gegner Viertelfinale: Danny Klos, NS
Auch Halil startete aufgrund eines Freiloses erst am Donnerstag ins Turnier. Halil war zum ersten Mal bei einer deutschen Meisterschaft dabei, dementsprechend war die Nervosität im Vorfeld. Im Ring präsentierte er sich aber sehr konzentriert, es dauerte jedoch ein bisschen, bis er seinen Rhythmus und die richtige Distanz zum Gegner fand. Dieser boxte vorwiegend aus der langen Distanz, Halil gelange es erst in der dritten Runde das richtige Timing für den Eintritt in die Halbdistanz zu finden, in der er sehr erfolgreich handelte und starke Akzente setzte. Leider verlor er diesen Kampf, auch hier spiegelt das Punktergebnis nicht den tatsächlichen Verlauf. Halil hat viel Erfahrung gesammelt und wird diese gewinnbringend für sich nutzen.
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KG |
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Name |
1/8 |
¼ |
½ |
Finale |
Medaille |
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71,0 |
m |
Randy Botikali |
5:0 |
2:3 |
- |
- |
Gegner Achtelfinale: Abbass Allam, SL
Randy startete motiviert und dynamisch in seinen ersten Kampf. Ab der ersten Minute kontrollierte er Raum und Distanz, somit hatte sein Gegner aus dem Saarland keine Möglichkeit sich zu entfalten. Randy agierte in gewohnter Manier über variable Führhände, Schnelligkeit und akzentuierte Gegenangriffe. Er hatte auch die Möglichkeit, ein paar taktische Neuerungen auszuprobieren und sich in die Meisterschaft zu boxen und gewann ungefährdet.
Gegner Viertelfinale: Michael Siemens, NRW
Randys Gegner im Viertelfinale stellte für Randy insofern eine Herausforderung dar, als dieser ständig kompakt nachrückte und damit den Erfolg eines anfordernden Gegenangriffs, Teil der strategisch-taktischen Hauptlinie von Randy, zunichte machte. Wenn Randy im direkten Angriff agierte, konnte er aufgrund seiner Präzision und Schnelligkeit klare Treffer setzen. Leider gelang es ihm nicht, diese Handlungsweise konsequent über die gesamte Wettkampfzeit umzusetzen, um den Kampf dominant zu übernehmen. Der Siegeswille war vorhanden, unnötigerweise wurde er 15 Sekunden vor Ende der letzten Runde aus unerfindlichen Gründen auch noch angezählt und verlor somit knapp diesen Kampf. Einfach gesagt, Randy hat heute einen gebrauchten Tag erwischt, so etwas ist ärgerlich, kann aber vorkommen.
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KG |
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Name |
1/8 |
¼ |
½ |
Finale |
Medaille |
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75,0 |
m |
Benedikt Jordan |
Freilos |
RSC-N 2.R |
- |
- |
Gegner Viertelfinale: Malik Semmo, NRW
Benedikt startete aufgrund eines Freiloses erst am Donnerstag ins Turnier und hatte gleich einen ordentlichen Brocken vor sich. Benedikt versuchte mit akzentuierter, unrhythmischer Führhandarbeit Malik permanent in seiner Angriffsvorbereitung zu stören und ihm den Eintritt in die Halbdistanz durch angebundene Schlaghandgeraden zu erschweren. Benedikt fand gleich ein gutes Timing in seiner Strategie und konnte Maliks Aktivitäten unterbinden. Der Boxer aus NRW, international erfahren und für seine risikofreudige, schlagstarke Kampfesführung bekannt, antizipierte diese aber ab der Hälfte der ersten Runde, überbrückte kompakt die lange Distanz und handelt im Anschluss mit harten Eins-Zwei-Kombinationen. Unser Athlet wurde dadurch zunehmend in die Defensive gedrängt und musste einige schwere Treffer nehmen. Somit endete der Kampf in der zweiten Runde durch RSC. Wir zollen Benedikt großen Respekt sich diesem Kampf gestellt zu haben, mit ein bisschen mehr Erfahrung und konsequenter Umsetzung der Strategie ist auch der Boxer aus NRW zu knacken.
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KG |
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Name |
1/8 |
¼ |
½ |
Finale |
Medaille |
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80,0 |
m |
Leon Mataj |
Freilos |
4:1 |
1:4 |
- |
Bronze |
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Gegner Viertelfinale: David Waigel, NS
Auch Leon startete aufgrund eines Freiloses erst am Donnerstag in die Meisterschaft. Er boxte von Beginn an gewohnt agil, mit guter Führhandarbeit im anfordernden Gegenangriff und setze ab der zweiten Runde konsequent Schlaghandhaken zum Körper. Zudem handelte er immer mit einem zweiten, teilweise auch mit einem dritten Angriff. Dies machte dem größeren Boxer aus Niedersachsen zu schaffen, Aktivitäten seinerseits beschränkten sich nunmehr weitgehend auf Einzelaktionen, die Leon routiniert über gute Defensivarbeit eliminierte. Somit gewann Leon klarer, als es das Punktergebnis abbildet.
Gegner Halbfinale: Marcel Mangold, HE
Im Kampf gegen Marcel war Leon auf konsequent Distanzverkürzung sowie direkte Angriffsweiterführung eingestellt, um die technischen und taktischen Mittel seines Gegners aus Hessen zu eliminieren. Zudem sollten die Schlaghandaktionen zum Körper, die, wie im Viertelfinale, bei einem größeren Gegner zum Erfolg führten. In der ersten Runde setzte Leon diese Strategie gut um, landete auch respektable Treffer. Ab der zweiten Runde machten sich die Nachwirkungen der gerade überstandenen Erkältung bemerkbar. Leon konnte das Tempo und die Aktionsdichte nicht mehr in dem Maße halten, um einen so erfahrenen Gegner wie Marcel an seiner Entfaltung zu hindern. Dieser übernahm langsam, aber sicher den Kampf und punktete vorwiegend mit geraden Schlägen aus der langen Distanz. Leon versuchte in der dritten Runde eine drohende Niederlage mit einer starken mentalen Leistung abzuwenden, leider folgte ihm sein Körper nicht und er musste sich mit einer Punktniederlage geschlagen geben. Wir gratulieren Leon zur Bronze-Medaille, unter besseren physischen Voraussetzungen wäre mehr drin gewesen!
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KG |
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Name |
1/8 |
¼ |
½ |
Finale |
Medaille |
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86,0 |
m |
Silab Norri |
- |
Freilos |
5:0 |
3:2 |
Gold |
Gegner Halbfinale: Kevin Lebowski, NRW
Mit einem Freilos begann die Meisterschaft für Silab erst am Freitag. Sein Gegner aus NRW boxte sehr agil und Silab brauchte eine Runde, um seinen Rhythmus zu finden. Ab der zweiten Runde dominierte er dann das Geschehen im Ring, arbeitete mit einer hohen Aktionsdichte seiner Führhand und setzte starke Akzente mit seiner Schlaghand. In der dritten Runde hatte er die Gelegenheit sein Timing und seine Orientierung im Ring nachzujustieren und gewann das erste Gefecht verdient und einstimmig.
Gegner Finale: Tyron Amo, MV
Silabs Finalgegner aus Mecklenburg-Vorpommern war gut auf die Rechtsauslage unseres Boxers eingestellt, Silab fand in der ersten Runde keine Mittel, um diese Runde für sich zu entscheiden. Daraufhin stellten wir in der zweiten Runde die Auslage um, ab diesem Moment drehte sich das Blatt. Silab erhöhte zudem seine Aktionsdichte und setzte klare und wirksame Treffer mit seiner neuen Schlaghand. Tyron versuchte die neue Boxauslage seines Gegners zu adaptieren, durch den hohen Druck unseres Athleten gelang es dem Boxer aus MV nicht im ausreichenden Maße. Die letzte Runde war geprägt von harten Schlagabtauschen, die immer zu Gunsten unseres Athleten ausgingen. Somit sicherte sich Silab den Sieg und den erneuten Gewinn einer deutschen Meisterschaft im Cruiser-Gewicht. Herzlichen Glückwunsch zur Gold-Medaille!
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KG |
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Name |
1/8 |
¼ |
½ |
Finale |
Medaille |
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92,0 |
m |
Mende Böhm |
- |
2:3 |
- |
- |
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Gegner Viertelfinale: Jerry Alabi, HA
Mende versuchte ab Beginn der ersten Runde den Gegner aus Hamburg über seine stabile Führhandarbeit zu kontrollieren, war aber zu zögerlich. Jerry boxte sehr beweglich, konterte immer wieder mit Einzelaktionen und entzog sich dadurch Mendes Angriffen. Ab der zweiten Runde erhöhte Mende seine Aktionsdichte, boxte aber schon einem Rückstand hinterher. Hin und wieder konnte er seine Explosivität in einer Angriffshandlung zur Geltung bringen, setzte aber nicht mit einem zweiten Angriff nach. Erst in der dritten Runde fand er in seinen Rhythmus, setzte in seinen Angriffen erfolgreich nach und platzierte gute Wirkungstreffer. Jedoch unterbrach der Ringrichter oftmals unnötig lange die Kampfhandlung und es gelang Mende nicht mehr den Rückstand aufzuholen. Erneut zeigt sich wie wichtig es ist, von Beginn an dominant zu agieren, bei dieser Meisterschaft wäre für Mende mehr drin gewesen.
Allgemeine sportliche Auswertung:
Wir sind mit der Leistung der Athleten*innen ganz zufrieden. Es ist eine junge Mannschaft, viele sind gerade aus der AK U19 aufgerückt, für zwei der Aktiven war es die erste Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft.
Bei den einen oder anderen der „alten Hasen“ wäre mehr drinnen gewesen, aber ein Sprichwort sagt: „You win, you earn – you loose, you learn!“
Für alle Athlet*innen war diese deutsche Meisterschaft eine gute Gelegenheit Erfahrung zu sammeln, für die weiteren Turniere im diesem und im kommenden Jahr, und in den Bereich Männer/Frauen hineinzuwachsen.
In der Gesamtwertung des Medaillenspiegels der Deutschen Meisterschaft U22 wurde der BABV von 15 teilnehmenden Landesverbänden viertbester Landesverband. Wir gratulieren dem Landesverband NRW zum Mannschaftssieg bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft U22.
Leitender Verbandstrainer BABV
Kai Melder





