Am 4. August verstarb im hohen Alten von 90 Jahren der wohl größte Anhänger des bayerischen Boxsport, Ferdl Wolf. Obwohl selber nie im Boxring aktiv, stellte er sein immenses Wissen um den Boxsport dem BABV als Vereins- und Verbandstrainer zur Verfügung. Seine Trainertätigkeit begann Wolf 1948 beim BC Bad Tölz. Nach Auflösung dieses Vereins wechselte er zum SC Armin München und danach zum ESV Laim. Anschließend folgten 16 Jahre Übungsleiter beim SV 1880 München.
Wegen seines ausgeprägten Fachwissens verpflichtete ihn der Bayerische Amateur-Box-Verband 1959 als Verbandstrainer in allen Altersklassen. In den 23 Jahren dieser Tätigkeit führte Ferdl Wolf eine Vielzahl bayerischer Boxer bis zur Deutschen Meisterschaft. 1982, nach der Box-Weltmeisterschaft in München, wo er als Mitorganisator durch den DBV eingesetzt war, beendete der allseits beliebte Sportkamerad aus gesundheitlichen Gründen seine aktive Tätigkeit im Verband, ohne allerdings seinen Boxsport gänzlich aus den Augen zu verlieren.
Ferdl Wolf war wegen seiner ruhigen, kameradschaftlichen Art ein absolutes Vorbild für die ihm anvertrauten Athleten. Aber nicht nur seine ehemaligen Boxer trauern um ihn. Für alle, die ihn kannten, bedeutet sein Tod den Verlust eines wahren Freundes. Der BABV wird sich immer an Ferdl Wolf erinnern.
Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 19. August 2014 um 11.00 Uhr in der Kath. Kirche St. Baptist in Gröbenzell statt.




