BABV-Verbandstag setzt auf Bewährtes und neue Impulse

In die Wagnerstadt führte der Weg die Verantwortlichen und Delegierten des Bayerischen Boxverbandes am Sonntag, 19. April 2026.

Zum 37. Ordentlichen Verbandstag kamen sie im Arvena Kongress Hotel in Bayreuth zusammen. Dort hatten die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein umfangreiches Programm vor sich – von Berichten, die untermauerten, dass sich der BABV in seiner sportlich erfolgreichsten Zeit befindet, über Satzungsänderungsanträgen bis hin zu den turnusgemäßen Neuwahlen und der Geschäftsübergabe an neu gewählte Funktionsträger. Insgesamt waren 80 Personen gelistet; Abstimmungsberechtigt waren 149 von 167 möglichen Stimmen, darunter 127 Stimmen der Bezirksdelegierten, die damit vollständig angereist waren. Neben den Stimmen aus der erweiterten Landesleitung beehrte die Versammlung auch Karl-Adolf Katelhöhn, der als Ehrenmitglied seiner Stimme ebenfalls Ausdruck verlieh.

Im Anschluss an die Eröffnung richtete sich der Blick über die bayerischen Landesgrenzen hinaus:

Mit einer Videobotschaft wandte sich der Sportdirektor des Deutschen Boxsport-Verbands – Paul Döring  an die Versammlung und würdigte die Arbeit des BABV, seiner Mitarbeiter sowie die Bedeutung eines starken Landesverbands für die sportliche Entwicklung. Auch der Präsident des Deutschen Boxsport-Verbands – Prof. Dr. Farid Vatanparast – war dem Verbandstag live zugeschaltet und überbrachte seine Grußworte. Dabei unterstrich er die enge Verbundenheit zwischen Bundes- und Landesebene insbesondere die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem bayerischen Präsidenten – Karl-Heinrich Pauckner – und hob die Rolle des Ehrenamts als tragende Säule des Boxsports hervor. Bereits heute gilt der BABV – nicht zuletzt dank seiner konsequenten Weiterentwicklung in Organisation, Kommunikation und Verbandsarbeit – als moderner und zukunftsorientierter Fachverband im deutschen Boxsport, der als einzig digitalisierter Landesverband Maßstäbe setzt, die auch der DBV in den kommenden Wochen und Monaten in seine Digitalisierungsoffensive einfließen lässt. Der Versammlung empfiehlt er auf Kontinuität in der Verbandsführung zu setzen und legt auch in Zukunft großen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit dem BABV, als einen der größten Landesverbände.

Satzungsreform verfehlt notwendige Mehrheit

Ein zentraler Tagesordnungspunkt war die beantragte umfassende Reform der BABV-Satzung und der zugehörigen Ordnungen. Der vorgelegte Entwurf zielte unter anderem auf eine modernisierte Verbandsstruktur, klarere Zuständigkeiten, angepasste Regelungen zu Verbandstag, Vorstand, Stimmrecht und Beschlussfassung durch verstärkte Basisdemokratie sowie auf eine stärkere Abbildung aktueller Themen wie Digitalisierung, Ehrenamt, Safe Sport, Prävention und Verbandsentwicklung ab. Während das Finanzamt München im Vorfeld die Beschlusstauglichkeit bestätigte und die Vorstellungsrunden an allen Bezirkstagen 2026 dein Eindruck erweckten, dass eine große Mehrheit der Mitgliedsvereine die Reform befürworten, sorgten 67 Gegenstimmen von Bezirksdelegierten für ein Scheitern der Reform, da damit die Hürde der erforderlichen Dreiviertelmehrheit nicht überwunden wurde. Die Ablehnung wurde weniger als Absage an eine Weiterentwicklung des Verbands insgesamt bewertet, sondern vor allem als deutliches Signal, dass ein Teil der Bezirksdelegierten die Abschaffung des Bezirksdelegiertensystems als nicht notwendigen Schritt erachten und skeptisch gegenüber der Annahme standen, dass Vereinsvertreter die Möglichkeit, selbst an zukünftigen Verbandstagen abstimmen zu können, mehrheitlich wahrnehmen würden. Für strukturelle Veränderungen der Tragweite, wie sie in Bayreuth beantragt wurden, braucht es gegebenenfalls eine stärker aufgeteilte oder nachgeschärfte Antragstellung. Die Reform bleibt damit ein wichtiger Entwicklungsauftrag für die kommenden Monate, um den Wunsch und Appell des zwischenzeitlich verstorbenen und allseits geschätzten Ehrenpräsidenten – Heinz-Günter Deuster – zu erfüllen: Den Verband in die moderne Neuzeit zu führen und ihn nachhaltig zu strukturieren.

BABV würdigt verdiente Funktionäre

Vor den Neuwahlen nutzte Verbandspräsident – Karl-Heinrich Pauckner – den feierlichen Rahmen, um verdiente Persönlichkeiten des bayerischen Boxsports auszuzeichnen.

Mit der BABV-Ehrennadel in Gold wurde der scheidende 1. Landesjugendwart – Alfonso Fusco geehrt: Hier geht es zum Detailbericht.

Ebenfalls mit der BABV-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurde der scheidende Schatzmeister – Uwe SchilhanekHier geht es zum Detailbericht.

Eine weitere besondere Ehrung wurde Ali Çukur zuteil: Der BABV verlieh ihm die Verdienstnadel in Gold und würdigte damit seinen jahrzehntelangen Einsatz für den Boxsport wie sein Einsatz für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt: Hier geht es zum Detailbericht.

BABV-Landesleitung mit Veränderungen

  • Der zum Großteil wiedergewählten engeren Landesleitung gehört fortan Roman Slobodyanikov an, der sich um das Amt des Vizepräsidenten gegenüber dem Amtsinhaber Nick Trachte und Mitbewerberin Tanja Cukur durchsetzen konnte.
  • Neu gewählt – und damit ebenfalls im Führungsteam – ist fortan Niklas Demmrich als Schatzmeister.
  • René Seifert übernimmt die Aufgaben des Kampfrichterobmanns und tritt damit in große Fußstapfen vom scheidenden KO – Alexander Darbisch.
  • In Ihren Ämtern bestätigt wurden:
    • die 1. Landessportwartin – Janine Elosge
    • der Rechtswart – Richard Langer
    • der kommissarische Lehrwart – Stanislav Boger
    • der 2. Landessportwart – Alfred Hörauf
    • der 2. Landesjugendwart – Christian Triendl
    • die Pressewartin – Veronique Mihajlovic
    • die Verbandsärztin – Frederike Scheel.
  • Simone Pauckner übergab das Amt der Frauenbeauftragten an Tanja Cukur.
  • Für das Landesschiedsgericht wurde der Vorsitzende Markus Fendt wiedergewählt. Sein Stellvertreter, wie auch der stellvertretende Rechtswart wird hingegen noch gesucht. Dem Vorsitzenden wurden als Beisitzer Nord: Heinrich Bales (erneut) und Süd: Reinhold Gruschwitz (neu) zur Seite gestellt.
  • Die Kassenprüfung liegt neuerdings in den Händen von Stephanie Fischer und Markus Wagner, ergänzt durch Günter Ziegler als Ersatzprüfer.
  • Für die Position des 1. Landesjugendwarts konnte kein Nachfolger gefunden werden, was die Verbandsführung in der kommenden Zeit vor praktische Herausforderungen stellt.
  • Das Team führt auch in der neuen Legislaturperiode Präsident Karl-Heinrich Pauckner an, der 67 Für-, 35 Gegenstimmen und 25 Enthaltungen auf sich vereinte und für eine miteinander sportlich faire und weiterhin erfolgreiche Zukunft warb.

So ging vom Verbandstag in Bayreuth ein deutliches Signal aus:

Der BABV bleibt im 104. Jahr seines Bestehens in Bewegung – stabil geführt durch legitimierte Gewählte, getragen von engagierten Ehrenamtlichen und Mitgliedsvereinen sowie unterstützt durch kompetentes Hauptamt.

Geprägt von immens gewachsener sportlicher Verantwortung und gewachsenen Strukturen zollt der Verband den erforderlichen Respekt und führt aktiv die Diskussion darüber, den bayerischen Boxsport durch wichtige Weichenstellungen zukunftsfähig aufzustellen.

 

 

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